Andrea Berg Biografie

Jeder weiß, wer Andrea Berg ist, aber niemand kennt Andrea Ferber, geb. Zellen. Die gebürtige Krefelderin hat am 28. Januar 1966 Geburtstag, aber gute Stimmung verbreitet die unangefochtene Schlagersängerin in Deutschland auch an allen anderen Tagen des Jahres.
Ein Überblick über die musikalische Karriere
Es hat mit einer normalen Ausbildung zur Arzthelferin angefangen, woraufhin sie dann in einem Krankenhaus auf einer onkologischen Station gearbeitet hat. Der Gesang und die Show kamen in ihren Freizeitaktivitäten als Funkenmariechen am Krefelder Karneval und an Wochenenden als Partysängerin doch nie zu kurz. Ihre begeisterten Freunde und Familienmitglieder motivierten sie, sich doch mal einem Produzenten vorzustellen, was dann auch geschah. Dem Produzenten Eugen Römer wurden 1992 Aufnahmen Andrea Bergs vorgespielt, er solle direkt begeistert gewesen sein. Im selben Jahr kam dann auch ihr Debütalbum „Du bist frei“ raus. Der Durchbruch ließ noch ein wenig auf sich warten, aber erste Konzerte und ein klein wenig Aufmerksamkeit hatte die bis dato noch relativ unbekannte Andrea Berg schon mal. Zwei Jahre später, 1994, wurde ihr zweites Album „Gefühle“, ebenfalls von Eugen Römer produziert, veröffentlicht. Mit Hits wie „Die Gefühle haben Schweigepflicht“ konnte das Album dann auch bis zu Platz 19 der Albumcharts klettern. Auch konnte sie in diesem Jahr mit der Künstlergruppe „Alle für Alle“ die ZDF-Hitparade gewinnen. Drei Jahre später stieg das dritte Album „Träume lügen nicht“ bis Platz 71 in die Charts, wobei ihre erste Singleauskopplung „Warum nur träumen“ bei zahlreichen Radiosendern Platz 1 erreichte. Nach zwei weiteren Alben veröffentlichte sie im Oktober 2001 ein Best of ihrer zwölf erfolgreichsten Lieder, was zwölf Millionen Mal über die Theke ging und mit Doppelplatin ausgezeichnet wurde. Mit der Platte „Machtlos“ erreichte Andrea Berg dann auch zum ersten Mal Platz 1 der deutschen Charts. Alle darauffolgenden Alben landeten ebenfalls ganz vorn, so auch das Album „Schwerelos“ aus 2010, das erstmals von jemand anderem als Eugen Römer, nämlich von Dieter Bohlen, produziert wurde. Die Platte „Abenteuer“ aus 2011, auch von Bohlen produziert, erhielt dreifach Platin und befand sich über 140 (einhundertvierzig!) Wochen in den Hitlisten. In Dänemark veröffentlichte die Sängerin 2013 ein Album namens „My Danish Collection“, was in den dänischen Charts auf Platz eins chartete und Gold ging. Das 14. Album „Atlantis“ selbigen Jahres und „Seelenbeben“ im Jahr 2016 kamen ebenfalls in den DACH-Ländern auf Platz eins der Charts. Im September 2017 veröffentlichte sie anlässlich zu ihrem 25.-jährigen Bühnenjubiläum das Album „25 Jahre Abenteuer Leben.“
Preise
Andrea Berg erhielt im Laufe ihrer herausragenden Karriere auch zahlreiche Preise. So gewann sie bereits mehrmals den „Echo“, den „Bambi“, aber auch die „Goldene Stimmgabel“, um hier nur ein paar zu nennen.
Engagement
Andrea Berg zeichnet sich ebenfalls durch ein großes soziales Engagement aus. So wurde ihr 2008 das Verdienstkreuz am Bande der BRD von Horst Köhler wegen ihrer jahrelangen Hospizarbeit verliehen. 2009 erhielt sie weiterhin den Stadtsiegel der Stadt Krefeld und 2018 den Landesverdienstorden NRWs. 2018 half die zudem bei einer ZDF-Benefizgala mit, 3,2 Millionen Euro für die Krebshilfe zu sammeln.
Privatleben
Andrea Berg war von 2002-2004 mit Olaf Henning verheiratet. Am 27. Juni 2007 heiratete sie Ulrich Ferber. Mit ihrem Mann und ihrer Tochter, die 1998 geboren wurde, lebt sie in Kleinaspach. Außerdem packt die tatkräftig im Hotel ihres Mannes mit an.
Charts
Jedes ihrer Alben war irgendwo mal in den Charts, aber der größte Charterfolg für die Krefelderin war ihr „Best of“-Album. Mit 349 Wochen in den deutschen Charts gilt das Album als der zweit langlebigste Tonträger in der deutschen Chart Geschichte. Eine reine Erfolgsgeschichte eben.