Musikjahr 1957

Von Garfunkel und Presley
Die später als „Simon & Garfunkel“ bekannte Band „Tom and Jerry“ begann im Januar des Jahres 1957 eine Reihe von Auftritten und zusammen mit Big Records realisierten sie ihre erste Single „Hey, Schoolgirl“. Auch der Folge-Hit „Dancin' Wild“ verkaufte sich gut. Die zwei jungen Musiker tourten insgesamt acht Monate durch die USA, trennten sich dann aber und begannen zu studieren. Anfang Februar nahm Bo Diddley seine beiden Erfolge „Hey Bo Didley“ und „Mona“ auf. In den Billboard-Charts war Pat Boone in der ersten Februarwoche in an der Spitze, wurde dann von Tab Hunter mit „Young Love“ abgelöst. In Deutschland fand zu dieser Zeit der zweite offizielle Eurovision Song Contest statt. Der Niederländer Corry Brokken gewann die Veranstaltung in Frankfurt am Main mit seinem Song „Net als toen“. Elvis Presley nutzte derweil erstmals sein großes Kapital und erstand auf der anderen Seite der Welt eine Villa in Memphis - welche er liebevoll „Graceland“ taufte. Hier sammelte er fortan Kraft für die kommenden Anstrengungen. Nach seinem Superhit „All Shook Up“ im April und „Teddy Bear“ im juli hatte Presley die Ruhe seines neuen Refugiums dringend nötig.

Von der Klassik zu den „Beatles“
Schon im Vorjahr hatte Heitor Villa-Lobos von sich reden gemacht. Der brasilianische Komponist hatte mehrere Titel komponiert, die weltweite Anerkennung jenseits der Charts fanden. Seine Stücke aus der Reihe „Bachiana Brasileira“ erfuhren durchweg positive Kritiken. Von Mai bis Juli nahm Villa-Lobos unter EMIs Obhut die „Bachiana Brasileira #4, #7 und #4 auf. Er gilt bis heute als einer der begnadetsten Komponisten der Neuzeit. In Liverpool begegneten sich in dieser Zeit erstmals die Herren John Lennon und Paul McCartney in der St. Peter Kirche. Das zufällige Treffen auf dem Kirchenfest gilt als der Startschuss der berühmten Band „The Beatles“.

Weitere Neuheiten
Das erfolgreiche Show-Format „Bandstand“ feierte im August weitere Erfolge im Fernsehen. Auch beendete Leonard Bernstein sein neuestes Musical „West Side Story“ und der charterprobte Musiker Pat Boone hatte seine ersten Auftritten im Hollywood-Kino. Er spielte eine Rolle in den Filmen „Bernadine“ und „April Love“. Auf der Verleihung der Oscars wurde der Song „Que Sera, Sera“ - gesungen von Doris Day – mit dem Titel des besten Filmsongs geehrt. Der Titel wurde im Rahmen von Hitchcocks Meisterwerk „The Man Who Knew Too Much“ aufgenommen. Von November bis Dezember waren in der Billboard-Top3 überwiegend Elvis Presley, Sam Cooke und Pat Boone erfolgreich. 

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