Musikjahr 1951

Die Zeit der klassischen Musik
Kurz nachdem Nilla Pizzi am 29. Januar das Sanremo Musik Festival mit seinem Stück „Grazie die fiori“ gewann, wurde Anfang Februar erstmals die komplette Zweite Symphonie von Charles Ives, vom New York Philharmonie-Symphonie Orchester, in der Carnegie Hall vorgetragen. Dirigiert wurde das Stück von Leonard Bernstein. In den US-Billboard-Charts konnte sich „If“ von Perry Como bis März halten. Der Hit wurde von Mario Lanzas „Be My Love“ abgelöst. Im Mai gewann Leonid Kogan den Violinen-Wettbewerb der Königin Elisabeth, der erstmals auch unter diesem Namen in Brüssel und Belgien ausgetragen wurde. Am 9. Juni feierte Joseph Haydns Oper „Orpheus und Eurydice“ Weltpremiere im Maggio Musicale Fiorentino.

Neue Klänge und alte Bekannte im Sommer
Am 11. Juli entschied sich der Radiomoderator Alan Freed dazu einen eigenen „Rhythm and Blues“-Sender ins Leben zu rufen. Er sendete aus Cleveland, Ohio und brachte den weißen Zuhörern den „Rock'n'roll“ näher. Unter seiner Moderation wurden auch die derzeitigen Nummer-1-Hits „Come on-a My House“ von Rosemary Clooney und „Cry“ von „Johnnie Ray & The Four Lads“ gespielt. Am 29. Juli begann zum ersten Mal seit dem Zweiten Weltkrieg das Bayreuther Musik-Festival. Unter der Leitung von Wieland Wagner wurde das Event mit Beethovens Neunter Symphonie eingeleitet. Dirigent war Wilhelm Furtwängler. Es folgten die Stücke „Der Ring der Nibelungen, Parisfal“ und „Die Meistersinger“. Im August fanden dann die alljährlichen Salzburger Festspiele in Österreich statt. Vorgetragen wurden vier Opern: „Die Zauberflöte“, „Indomeneo“, „Otello“ und „Wozzeck“. Dirigenten waren Furtwängler und Karl Böhm. Das Ereignis fand in der Wiener Staatsoper statt.

Die Geburt des Rock'n'Roll
Vom 29. November bis zum 3. Dezember dirigierte Hans Schmidt-Isserstedt vier Konzerte in London. Das Ereignis war der Auftakt zu neun weiteren Konzerten in England und Irland. Im November startete die berühmte Sängerin Dinah Shore ihre eigene erfolgreiche TV-Serie. In den Charts des Billboard-Magazins lieferten sich Tony Benett mit „Cold, Cold Heart“ und Eddy Howard mit „(It's No) Sin“ einen erbitterten Kampf um die Spitze. Fernab in Milan wurde im La Scala die Eröffnungsoper „I vespri siciliani“ von Verdi vorgetragen. Gefolgt von Stravinskys „The Rake's Progress“. In den Charts landete unverhofft Johnne Ray an der Spitze mit „Cry“ und hatte damit seinen Debüt-Hit im US-weiten Radio. Derweil unterschrieb Frankie Laine einen Vertrag mit Columbia Records. Der Vertrag machte ihn zum bestbezahlten Vokalisten seiner Zeit. Er wurde der hohen Gage mit seinem Doppel-Hit „Jezebel“ und „Rose, Rose, I Love You“ gerecht. Sowohl die Band „Jackie Brentson and the Delta Cats“, als auch „Bill Haley and His Saddlemen“ veröffentlichten überarbeitete Versionen von „Rocket 88“. Die Version von Haley kombinierte experimentell „Rhythm and Blues“ mit Country-Musik. Viele Historiker bezeichnen den Song als die erste echte „Rock'n'Roll“-Aufnahme. Andere sehen die Version von Brentson als den Urstein.

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