Musikjahr 1949

Die Geburt der elektronischen Musik
Die 50-er Jahre gehen zu Ende und mit ihnen eine Epoche der Big Bands, Swing-Musik und Sangeskünstlern. Mit seiner These zur Elektronische Klangerzeugung „Elektronische Musik und Synthetische Sprache“, leitete Meyer-Eppler eine neue Zeit der Klangentstehung ein. Er war der Überzeugung, dass man Musik mit rein elektronisch-produzierten Geräuschen schaffen kann. Er stellte damit die Gegenbewegung zur französischen „musique concrète“, welche sich dadurch auszeichnete, dass man mit Aufnahmen von Geräuschen Musik erzeugte. Erste Gehversuche diesbezüglich wurden im hochmodernen WDR-Studio unternommen und die Ära der elektronischen Musik war eingeläutet. 

Der Schlager auf dem Vormarsch in Deutschland
Der Boom der Solokünstler und Schlagergruppierungen setzte sich auch in Deutschland durch. Während sich in den USA schon lange Künstler wie Perry Como, Bing Crosby und Jackie Laine durchsetzten, spielten in Deutschland die deutschen Solokünstler eine große Rolle. Jetzt, Ende der 50-er Jahre, erlebte die Volksmusik endgültig einen Durchbruch. Zunächst dominierten zwar eher Nachkriegsthemen, wie in dem Lied „Wer soll das bezahlen, Wer hat soviel Geld“ von Jupp Schmitt oder „Trizonesien-Song“ von Karl Berbuer, doch auch die Spaßmacher kamen langsam gut beim Publikum an. Bully Buhlan thematisierte mit „Ich hab noch einen Koffer in Berlin“ und „Ich hab so Heimweh nach dem Kurfürstendamm“ die Problematik der Spaltung von Ost- und Westdeutschland. Rock-Vorreiter wie „Fats Domino“ und Konsorten waren den Deutschen noch suspekt und teilweise noch immer als „Negermusik“ verschrieen.

Country auf dem Vormarsch
Viele Hörer der 50-Jahre bezeichneten die County-Musik als Rebellion der Schmuserocker. Diese Rebellion fand 1949 eine kleinen Durchbruch, denn am 10. Dezember führte das renommierte Billboard Magazin eigene Charts für die Country-Musik ein. Zusammen mit der sogenannten Hillbilly-Musik wurden die Statistiken unter dem Namen „Country & Western Records Most Played by Folk disc Jockeys“ geführt. Eines der heißesten Anwärter-Stücke - „Carolina Barn Dance“ - stand bereits in den Startlöchern und machte die ersten Sprünge in den Charts. Konkurrenten waren der „Virginia Barn Dance“, das „KXLA Hometown Jamboree“ und der „Old Kentucke Barn Dance“. Auch Hank Williams landete 1949 mit “Lovesick Blues” den Wohl größten Hit seiner Zeiten.

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