Musikjahr 1946

Die Musik auf der Bühne
Am 6. Januar war es endlich soweit: Das bereits vor neun Jahren erfolgreich in seiner Urform im Ziegfield Theater aufgeführte Stück „Show Boat“, lockte mit mit einer großen Detailtiefe und aufwendigen Kostümen. Sowohl die Story und Choreographien, als auch die Bühne waren von einer außergewöhnlichen Liebe geprägt. Die beiden Komponisten Kern und Hammerstein steuerten den Höhepunkt – das Lied „Nobody Else But Me“ - welches beim Publikum mit Begeisterung angenommen wurde. Der Titel war gleichermaßen der letzte Song von Kern, da dieser zwei Monate vor der Uraufführung starb. Mit einer Spieldauer von exakt einem Jahr, war das Stück das am längsten gespieltes Remake am Boradway. Igor Stravinsky hatte derweil sein Debüt mit der New Yorker Philharmonie – er dirigierte „Symphonie in Drei Bewegungen“.

Chet Atkins und Bill Haley
Der aufsteigende Stern Chat Atkins trat erstmal vor einer großen Menschenmasse auf und verzauberte im Grand Ole Opernhaus die Fans mit seiner ausgefallenen Art. Auch der bekannte Blues-Sänger B. B. King begann zu dieser Zeit seine musikalische Karriere in Memphis, Tennessee. Sängerin Georgia Gibbs erhielt ein über alle Maßen lukratives Angebot vom Label Majestic, nahm dieses dankend an und war damit einer der bestbezahlten Künstlerin dieser Zeit. Auch Al Jolson, der schon beinahe zu den inaktiven Musikern gezählt wurde, trat abermals ins Rampenlicht und nahm seine alten Klassiker noch einmal auf. Unter dem Titel „The Jolson Story“ ließ er seine besten Zeiten noch einmal aufleben. Die spätere Rock- Legende Bill Haley versuchte sich unterdessen das erste Mal an einem professionellem Bandprojekt: „The Down Homers“. Noch im gleichen Jahr wurden Aufnahmen bei einem Radiosender eingeleitet, diese wurden aber erst 2006 veröffentlicht.

Gewinner und Verlierer
Auch im Musikjahr 1946 vertreten waren die Größen der Vergangenen Jahre. Bing Crosby, Johnny Mercer, Frank Sinatra und Nat King Cole fielen zwar leicht in der Beliebtheits-Skala ab, gehörten aber nach wie vor zu den Top-5 der meist genannten Künstlern. Mit Hits wie „Oh! Wait it Semed To Be Frank Sinatra“ oder „Let It Snow! Let It Snow! Let It Snow!“ verewigten sich Sinatra ein weiteres Jahr in den verschiedenen Radiostationen und damit in den Ohren der hartnäckigen Fans. Der populärste Musiker 1946 war aber Perry Como. Sein Song „Prisoners of Love“ verkaufte sich weltweit am meisten. „The Ink Spots“ schafften es mit „To Each His Own“ in die internationalen Radios. In alle bis auf das Deutsche. Obwohl in Deutschland die Nationalsozialisten vertrieben waren, verbreitete sich dort die Swing- und Jazzwelle eher schleppend. Dennoch verschwanden die deutschen Klassiker zunehmend und die Vorreiter des Rocks verbreiteten sich.

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