Musikjahr 1944

Von Jazz und Klassik
Das Musikjahr 1944 wurde von einem noch nie dar gewesenen Ereignis eingeleitet. Am 18. Januar wurde erstmals ein Jazzkonzert im Metropolitan Opernhaus in New York City abgehalten. Hier traten beinahe alle bekannten Jazzgrößen der 50-er Jahre zusammen auf. Unter ihnen auch Louis Armstrong, Lionel Hampton, Roy Eldridge, Benny Goodman, Artie Shaw und Jack Teagarden. Der Andrang war riesig und die seriösen Kritiken durchweg positiv. Am 20. Januar feierte Paul Hindemith sein Debüt in New York City. Die Erstaufführungen der „Symphonischen Metamorphosen“ der Titel Webers sorgten oft für ausverkaufte Vorstellungen in verschiedenen Theatern. Tragisch war der Februar für das Leipzig Gewandhaus Orchester. Dieses verlor bei einem Angriff der Alliierten Bombenangriff ihre Konzerthalle und lösten sich zwangsweise auf.

Musik in Deutschland
In Deutschland war zu dieser Zeit die junge Marika Rökk sehr begehrt. Sie schaffte es gleich mit mehreren Titeln aus dem Farbfilm „Frau meiner Träume“ in die Herzen der Hörer. Die Songs „Ich warte auf dich“ und „In der Nacht ist der Mensch nicht gern alleine“ wurden noch viele Jahre lang gehört. Aber auch die Klassiker aus dem Vorjahr, wie das aus der Feder von Heinz Rühmanns stammende „Ich brech' die Herzen der stolzesten Frau'n“ und Ilse Werners „Wann wirst du wieder bei mir sein?“ verschwanden nicht aus den Geistern des deutschen Publikums. Etwas ruhiger wurde es hingegen um den einstigen Superstar Zarah Leander. Nachdem sie mit „Davon geht die Welt nicht unter“ aus dem Film „Die große Liebe“ Weltberühmtheit erlangt hatte, machten ihr die zunehmenden Drangsalierungen des Regimes zunehmend Probleme.

Das Jahr des Bing Crosby
Es ist ein wenig Langweilig sich die Zahlen der Top-Stars des Jahres 1944 anzusehen, denn diese werden vornehmlich von Bing Crosby dominiert. Er belegt die ersten vier Plätze der Verkaufscharts. Einmal wird er hierbei allerdings als „Bing Crosby & The Andrews Sisters“ geführt. Aus der Zusammenarbeit ging der 2. Platz der Jahrescharts „Don't Fence Me In“ hervor. „Ella Fitzgerald & The Ink Spots“ schaffte es leicht abgeschlagen auf dem fünften Platz. Mit „I'm Making Believe“ schaffte sie es im November für einige Wochen an die Spitze der Verkaufszahlen und erregte leichte Aufmerksamkeit im internationalen Markt. Nicht so kommerziell erfolgreich, aber dennoch geliebt waren in diesem Jahr: Andy Russel, Nat King Cole, Duke Ellington und Jimmy Dorsey.

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