Musikjahr 1930

Frühjahr 1930
Die Anfänge des Jahres 1930 verliefen in musikalischer Hinsicht eher träge. Erster Auftakt war die Erstaufführung von Nicholas Slonimskys „Charles Ives's Three Places in New England“. Kleiner Höhepunkt war als der später weltweit bekannte Künstler Bukka White sein Debüt in diesem Jahr feierte und seine erste LP auf den Markt bringt. Der US-amerikanische Musiker spielte den Blues emotionaler als die meisten anderen gängigen Musiker zu dieser Zeit und feierte große Erfolge mit seiner Platte. Eine weiteres musikalisches Ereignis war die Gründung des BBC Symphony Orchesters. Erster Chefdirigent wurde Adrian Boult. Kaum einer vermochte bereits 1930 vorhersehen, wie viele Erfolge Boult in Zusammenarbeit mit dem Orchester noch erzielen sollte, bis er 1950 von Malcolm Sargent abgelöst wurde. Fankie Laine festigte derweil seine Karriere mit weiteren Liveauftritten. Unter anderem war er 1930 auch auf einer Vorführung im „Merry Garden Ballroom“ zu sehen. Er performte vor mehr als 5000 Zuschauern und war für damalige Verhältnisse ein regionaler Superstar.

Die Charts
Sofern man die damaligen Strukturen zur Auswertung der Erfolge einzelner Künstler und Künstlerinnen überhaupt als Charts bezeichnen konnte, so zeigten diese einen eindeutigen Trend. An erster Stelle stand Ben Selvin mit seinem Hit „Happy Days Are Here Again“, dicht gefolgt von Harry Richman und „Puttin' on the Ritz“. Die beiden Lieder waren die meistgespielten und verkauften sich besser als alle anderen Scheiben. Die Folgeplätze belegten Fred Astaire, Ruth Ettin und Duke Ellington. Ellington konnte auch im Folge Jahr noch große Erfolge mit Titeln wie „Three Little Words“ verbuchen.

Weitere Neuheiten und Veranstaltungen
Ein weiteres kleine Highlight im Jahre 1930 war das Festival Puccini, welches in Torre del Lago abgehalten wurde. Das stark an klassischen Klängen orientierte Event findet bis heute statt und hatte zuletzt 2008 zu musikalischer Verköstigung eingeladen. Am 10. Dezember feierte Bertolt Brechts Bühnenstück „Die Entscheidung“ („The Decision“) seine Premiere. Nicht zuletzt durch die musikalische Unterstützung von von Hanns Eisler wurde das Werk weltweit bekannt. Aber auch jenseits der Bühne gab es 1930 einige weitere Bekannte Künstler die ihre ganz eigenen Stile und Songs vermarkteten. So unter anderem auch Irving Berlin mit „Across The Breakfast Table“, „Noël Coward" mit "Any Little Fish", Leo Robin mit "All I Want Is Just One Girl" und einige andere.

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