Inferno

Preis: €16.99
Die Produktpreise und Verfügbarkeit sind genau wie der % s freibleibend. Jeder Preis und VerfügbarkeitsInformationen über % s die zum Zeitpunkt des Kaufs angezeigt werden , werden beim auf das Produkt angewendet.
Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
DIE INHALTE DIE AUF DIESER WEBSITE ERSCHEINEN, STAMMEN VON AMAZON EU SARL. DIESE INHALTE WERDEN SO, WIE SIE SIND ZUR VERFÜGUNG GESTELLT UND KÖNNEN JEDERZEIT GEÄNDERT ODER ENTFERNT.

Hersteller Beschreibung

Neu. Versand aus Deutschland in 5 WERKTAGEN. Mehr bestellen und Versandkosten sparen. New. Sent from Germany within 5 working days. Order more and save on postage.

Der typische Mit-Fünfziger Rockmusiker ist Lemmy Kilmister nicht, denn weder hat er sich seinen Landsitz oder seinen Adelstitel erspielen können noch hat er die Patronengürtel und Nietenkutte gegen das Armani-Outfit eingetauscht. Wohl auch deswegen ist Motörhead eine feste Burg, auf der feste gerockt wird, bis die Mauern bröckeln. Das hat sich auch auf Inferno nicht geändert.

Nun hat Motörhead nicht mehr das blutgeifernde Gebiss von einst, aber von einem zahnlosen Spätwerk kann auch hier nicht die Rede sein. Inferno ist erstens komplett balladenfreie Zone, hat zweitens mit Songs wie "Terminal Show", "Fight" oder "Smiling Like A Killer" fettes Futter für die Ballerfraktion geliefert und lässt drittens den auf Hammered angefangenen Weg zu mehr Variation im Gesang (zweistimmige Refrains!) weiterlaufen. Neu hingegen: ein latenter Hang zu mehr Blues-Rock. "In The Name of Tragedy" etwa liegt vom Riff her ganz nah an ZZ Tops "Sharp Dressed Man", "Keys To The Kingdom" ist ebenfalls fast im klassischen Blues-Schema aufgebaut und mit dem sehr lustigen Rauswerfer "Whorehouse Blues" werden erstmalig bei Motörhead sogar die Verstärker abgeschaltet und die Akustik-Klampfen ausgepackt.

Natürlich gibt es auch ein paar Hänger, "Life's A Bitch" etwa hätte auch auf einer 80er-Haarspray-Metal-Band-Scheibe passieren können. Aber das sei den Altmeistern des Prügelrocks schon alleine deswegen verziehen, weil sie den ebenfalls langsam alternden Fans die Hoffnung geben, dass Rock 'n' Roll doch nicht das Priveleg der Pubertierenden ist, sondern auch nach der Midlife-Krise ein großer Spaß sein kann. --Deborah Denzer

Bewertung schreiben