Der Ring ohne Worte

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Hersteller Beschreibung

WAGNER, RING OHNE WORTE/MAAZEL

Die Musik Richard Wagners spielt in der Biografie von Lorin Maazel eine wichtige Rolle: 1960 dirigierte er als erster Amerikaner erstmals in Bayreuth, und 1967 brachte er dort den gesamten Ring-Zyklus zur Aufführung. Mit des Meisters Enkel Wieland Wagner arbeitete Maazel häufig (nicht nur in Bayreuth) zusammen, und dieser war es, der ihn zuerst auf die umfassende eigenständige Aussagekraft der orchestralen Schicht in Wagners Opern aufmerksam machte. Bekanntlich ist in diesen Werken das Geschehen im Orchestergraben ein wesentlicher Träger der Handlung, indem die dichte Verflechtung des leitmotivischen Materials nicht nur am Erzählen der Handlung teilhat, sondern auch eigene Hinweise geben kann, die dem Hörer Handlungszusammenhänge erschließen.

Auf der vorliegenden, im Jahre 1988 produzierten CD präsentiert Lorin Maazel eine eigene Zusammenstellung orchestraler Passagen der vier Ringopern. Sein Projekt unterscheidet sich von anderen instrumentalen Ausschnitten aus Wagneropern, meist Ouvertüren oder "Isoldes Liebestod", dadurch, dass er sämtliche Ausschnitte zu einem durchgehenden Stück von fast siebzig Minuten Dauer verbindet. Es erklingen dabei nicht nur genuin orchestrale Passagen wie das Vorspiel zum Rheingold, die Schmiedeszene aus derselben Oper oder der Walkürenritt, sondern auch einige Abschnitte, die ursprünglich eine Gesangsstimme enthalten. Alles ist mehr oder weniger nahtlos miteinander verbunden, wobei Maazel nicht eine einzige Note selbst hinzugefügt, sondern nur Wagnersches Material verwendet hat. Im Booklet legt er Rechenschaft ab über die selbst gestellten Vorgaben beim Zusammensetzen der Ausschnitte.

Das Ergebnis ist eine reizvolle Reise durch die vier Opernabende, während der fast alle bekannten Motive des Werks anklingen. Dem Ring-Liebhaber bietet die CD eine unterhaltsame Reminiszenz an erlebte Opernabende; dem Wagner-Neuling ersetzt sie selbstverständlich nicht die Auseinandersetzung mit der zu Grunde liegenden Handlung, wenn auch eine von Maazel verfasste Synopsis im Booklet enthalten ist. Ein ausgesprochen positiver Effekt der Aufnahme ist, dass sie die Aufmerksamkeit des Hörers auf die Qualität des Wagnerschen Orchestersatzes lenkt. Die Berliner Philharmoniker spielen unter Maazels kompetenter Leitung solide und klanglich ausgewogen; störend sind allenfalls gelegentliche Unsauberkeiten vor allem bei den Blechbläsern. --Michael Wersin

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