American Caesar

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Hersteller Beschreibung

POP IGGY, AMERICAN CAESAR

Immer wieder erstaunlich, dass dieser Herr seit 1969 überhaupt überlebt hat, als er mit den Stooges den Punk-Rock aus der Taufe hob -- jedenfalls will es die Legende so, und natürlich ist da auch was dran. Aber James Osterberg hieße nicht Iggy Pop, hätte er sich allein damit zufrieden gegeben. Iggy, in den vergangenen 30 Jahren schon öfter tot gesagt, als Joey Ramone in seinem Leben "One-two-three-four!" gebrüllt hat, hat sich schon so oft selbst neu erfunden und erneuert, dass man sich mittlerweile verkneift, seine jeweils neue Platte vorschnell als Alterswerk zu bezeichnen. Und das zumeist mit Recht.

American Caesar, sein insgesamt 14. Album, ist auch definitiv eins seiner besten. Ein ätzendes Stück sozialpolitischer Bestandsaufnahme, und Iggy ist in allerfeinster schlechter Laune. "Hate" swingt morbide, der eigentlich bis zur Bewusstlosigkeit gecoverte Klassikers "Louie Louie" erscheint brüllend mit neuem Text in der AIDS-verseuchten Gegenwart, während die Ballade "Fuckin' Alone", die schon andeutet, was in Gestalt des introspektiven Meisterwerkes Avenue B sechs Jahre später kommen sollte. Die Krone auf setzt Iggy dem Ganzen allerdings mit dem avantgardistisch anmutenden Titeltrack, einem surrealen Szenario mit den USA als neuzeitlichem Rom und einem arroganten, verblendeten Zeitgeist in Gestalt eines amerikanischen Kaisers, der mit hämischem Lachen beide Daumen nach unten hält und den mahnenden Rufer auslacht: "Who is this man? Ha, ha, ha! Throw him to the lions!"

Unberechenbar, seltsam bedeutungsvoll und immer noch Lust auf Leben -- ein Album, mit dem The Ig sich selbst Ehre macht. --Rolf Jäger

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